Mit einer Teilnehmerzahl von 80.000 aus 127 Ländern und tausenden Workshops, Seminaren und Foren mit vielfältigen, themenreichen und oft
kontroversen Debatten hat das 14. Weltsozialforum im brasilianischen
Salvador de Bahia in eindrucksvoller Weise die Forderung der sozialen
Bewegungen nach einer besseren Welt dokumentiert. In einer „Agora der
Zukunft“ trugen die Teilnehmenden zum Ende des Forums am Wochenende die
Ergebnisse der Debatten zusammen, die aus vielen hundert Projekten des
Widerstands gegen die Politik der herrschenden Eliten und aus
Alternativen zum gegenwärtigen Zustand der Welt bestehen.

Weitere Infos auf der Webseite des Forums: http://www.wsf2018.org


Das Forum in der afrobrasilianischen Metropole stand weitgehend unter
dem Eindruck der hochexplosiven politischen Situation des Landes. So
stand der Kampf um die Erhaltung der Demokratie angesichts einer
drohenden Militärdiktatur und gegen die anhaltende Korruption, für die
Rechte der indigenen Völker im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Überschattet wurde das Forum durch den Mord an der populären
Linkspolitikerin Marielle Franco, der im ganzen Land eine Welle von
Protesten auslöste.

Klimagerechtigkeit, sozialökologische Alternativen, Kritik der
Finanzmarktdiktatur, Privatisierung des Bildungswesens und der
öffentlichen Dienste waren untern vielen anderen die gemeinsamen Themen
der globalen Zivilgesellschaft. Aber auch Systemalternativen zur
marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaft waren Gegenstand mehrerer
Veranstaltungen.