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Die 2. Sommerakademie von attac schweiz fand vom 15. bis zum 18. September 2005 in Les Rasses im waadtländischen Jura der Region Sainte-Croix (eine GATS-freie Gemeinde) statt.
An 3 Tagen kamen 150 Personen (Mitglieder und SympathisantInnen, die mehrere Tage blieben) aus der ganzen Schweiz zusammen, aber auch aus Deutschland, Frankreich, und Österreich um zu diskutieren, zu debattieren und Neues um das Thema der europäischen Konstruktion und die Rolle der Schweiz dabei zu erfahren Etwa 20 SprecherInnen aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Österreich und Kolumbien kamen, um über ihre Erfahrungen als ExpertenInnen in ihrem jeweiligen Spezialgebiet oder als AktivistInnen zu sprechen Die mehr als ein Dutzend thematischen Workshops und Stände, geleitet von TeilnehmerInnen oder befreundeten Organisationen, zeigten, dass zuhören nicht das einzige war, sondern auch Vorschläge zu machen und Initiative zu ergreifen.. Zwei kontradiktorische Debatten stellten den Höhepunkt mit den Titeln : » Welche Schweiz in welchem Europa ?» und « Die Schweiz und die Nord-Süd-Beziehungen » .
Während dieser 3 Tage wurden die Mechanismen der europäischen Konstruktion sowie die Teilnahme und Rolle der Schweiz in dieser Konstruktion unter die Lupe genommen. Die TeilnehmerInnen beklagten die antidemokratische Konstruktion, die überall versucht, die öffentlichen Dienste (als Schlüssel des auf der Solidarität basierenden sozialen Gefüges) abzubauen und die Völker Europas und in der Welt gegeneinander in Konkurrenz-Beziehungen zu bringen. Die Frage über die Vereinbarungen des freien Personenverkehrs wurde in der Schlußdebatte angesprochen (mit Sven Giegold - Attac Deutschland, Michel Husson - Attac Frankreich, Rita Schiavi - UNIA und Jean-François Marquis - La Brèche). Wenn auch Differenzen in den strategischen Herangehensweisen an den Tag gekommen sind, ist doch deutlich geworden, daß sich unabhängig vom Wahlergebnis, das nur einen Aspekt der bilateralen Abkommen betrifft, die Konstruktion Europas und die Position der Schweiz innerhalb der Europäischen Union vollzieht, ohne dabei die Meinung der Bevölkerungen, als erste Betroffene, zu berücksichtigen und gnadenlos neoliberal vorgeht. Aufbau, der trotz der immer klarer werdenden Niederlagen der liberalen Politik in Europa und der Schweiz fortgesetzt wird.
Attac schweiz schlägt mit seinen verschiedenen Kampagnen und Veröffentlichungen zahlreiche Alternativen zur aktuell geführten Politik vor, von der WTO bis zur schweizerischen Regierung (die nächste Veröffentlichung wird die öffentlichen Dienste in der Schweiz behandeln ; in der Reihe ATTAC TEXTE im Rotpunktverlag). Das Jahr 2004-2005 hat wachsenden Einfluß und Präsenz in den Medien von ATTAC schweiz gezeigt, insbesondere durch die Aktionen zu den GATS-freien Zonen. Um sich die Mittel zur Fortsetzung dieser Bewegung zu geben, hat die am Samstag Nachmittag des 17 .September stattgefundene Jahresversammlung (JV) die Gründung eines Wissenschaftsrates beschlossen, der zum Ende 2005 seine Tätigkeit aufnehmen wird.
Zum anderen wurde in der JV durch Diskussion und anschliessende Wahl die politischen Prioritäten für das kommende Jahr festgelegt. Unter den zahlreichen Themen, die uns beschäftigen, wird die Frage der Öffentlichen Dienste zentral sein. Der Erfolg der Aktionen gegen das Allgemeine Abkommen über den Handel und die öffentlichen Dienste (GATS) der WTO wird durch eine stärkere Präsenz in den sozialen Kämpfen auf lokaler Ebene fortgesetzt. Auf globaler Ebene werden auch die Verhandlungen der WTO im Zentrum der ATTAC -Tätigkeiten stehen, und zwar in Form einer sich fortsetzenden Mobilisierung gegen den « Conseil Général » in Genf am 15 Oktober. Schließschlich kristallisiert sich Europa als zunehmend privilegiertes Aktionsfeld der Kämpfe von attac schweiz heraus, die die im Vorfeld des Europäischen Sozialforums von Athen (April 2006) eingeleitete Unterschriftenaktion « Für ein anderes Europa » unterstützen wird und die europaweit die Sammlung von mehreren Millionen Unterschriften anstrebt.
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