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Die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO von Hongkong im Dezember 2005 rückt näher. Die Verhandlungen werden im Vorfeld vorangetrieben. Diesmal will die WTO einen Erfolg vermelden. Denn nach dem Scheitern der Ministerkonferenz im Cancun wurde die Verhandlungsstrategie geändert: Nun sollen grössere Konflikte bereits vor Hongkong an verschiedenen Treffen des WTO-Generalrats in Genf ausgeräumt werden. Damit schaltet die WTO auch Öffentlichkeit und Druck seitens der Bevölkerung aus - wurden dadurch doch frühere Ministerkonferenzen teilweise blockiert. Entscheide sollen also vermehrt geheim und unter Auschluss der Öffentlichkeit gefällt werden. Die Zivilgesellschaft muss sich gegen diese Strategie wehren! Internationale Mobilisierung gegen die WTO in Genf, 27.-29. Juli: www.omc-wto.org
Aufruf für eine internationale Mobilisierung in Genf
Stoppen wir die Konzernherrschaft in der WTO
vor Hongkong !!
Mehr auf Französich und hier omc-wto.org
Das "Juli-Rahmendokument", das im letzten Jahr beschlossen wurde, macht deutlich, dass ein neuer Wind bläst. Vor der Ministerkonferenz in Hongkong finden in Genf zwei Treffen des WTO-Generalrats statt, an denen wichtige Entscheide in allen Sektoren vorgespurt werden sollen. Die Ministerkonferenz soll dann nur noch bereits gefallene Entscheide bestätigen.
Das Ziel der Verhandlungen zeigt sich immer deutlicher: Die laufende Verhandlungsrunde steht einmal mehr im Dienste der Konzerne und tritt die Interessen von KleinbäuerInnen, Frauen, Beschäftigten und Armen sowie den Umweltschutz mit Füssen. Angesichts der Entwicklungen in den Bereichen Landwirtschaft, Dienstleistungen und Industriegüter - und angesichts des aktuellen Kräfteverhältnisses innerhalb der WTO - sind die jüngsten Vorgänge sehr besorgniserregend. Daher ist es entscheidend, öffentlichen Druck aufzubauen und die internationale Aufmerksamkeit auf die nächsten Treffen des WTO-Generalrats in Genf zu lenken. Die sozialen Bewegungen und die Zivilgesellschaft müssen präsent sein, um die Mitglieder der WTO zur Verantwortung zu ziehen. Die Interessen der Entwicklungsländer, der weltweiten Bevölkerung und der Umwelt dürfen nicht länger durch die fortschreitende Handelsliberalisierung missachtet werden!
Die sozialen Bewegungen und Organisationen der Zivilgesellschaft sind aufgerufen, nach Genf zu kommen: Wir treffen uns
an einem "Generalrat der Menschen dieser Welt" (General Council of Peoples) während dem Treffen des WTO-Generalrats (25. - 30. Juli 2005)
an einer breiten internationalen Mobilisierung gegen die Pläne der WTO und der Konzerne, entweder kurz vor oder während dem Treffen des Generalrats vom 19.-20. Oktober.
Was wird der "Generalrat der Menschen dieser Welt" sein?
Ein Observatorium, das die Verhandlungen überwacht und in dem VertreterInnen von NGOs und sozialen Bewegungen aus allen Ländern WTO-Delegierte treffen können
Ein offener Raum für öffentliche Debatten über die aktuelle und zukünftige Handelspolitik, mit Podiumsdiskussionen und Plenarveranstaltungen (26.-29. Juli)
Ein Festival mit Musik und Kultur für alle, die gerne den Sommer geniessen (27.-29. Juli)
Ein Treffpunkt und ein Zeltplatz mit der Möglichkeit, Versammlungen oder Pressekonferenzen zu organisieren usw. Es werden mehrere Hundert Menschen erwartet.
Wie wird die Mobilisierung im Oktober voraussichtlich aussehen?
Eine internationale Konferenz zum zehnjährigen Bestehen der WTO und deren Folgen
Eine Versammlung der sozialen Bewegungen (unter Beteiligung von Via Campesina)
Eine internationale Demonstration
Die Mobilisierung in Genf wird in Verbindung stehen mit lokalen Mobilisierung auf der ganzen Welt
Regierungen und WTO sollen unsere Präsenz spüren!
Vor Hongkong...
STOPPEN wir die WTO und die Konzerne
...in Genf!
Lanciert wurde dieser Aufruf im Anschluss an ein internationales Treffen am 19. April in Genf mit mehr als vierzig NGOs, Gewerkschaften und soziale Bewegungen, die für die Organisation dieser Projekte zur Gründung einer Koordination namens "Geneva Peoples’ Alliance" aufrufen. Wer mehr Informationen erhalten oder den Aufruf unterzeichnen möchte, meldet sich bitte unter schweiz@attac.org
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