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In Rahmen unserer Steuerkampagne setzen wir uns gegen Steuergeschenke an Grossunternehmen und Grossaktionäre ein. Am 6. März wurde die Unternehmenssteuerreform II im Parlament diskutiert.
Mitglieder verschiedener attac-Sektionen aus der Deutschschweiz wie aus der Romandie empfingen die ParlamentarierInnen vor dem Bundeshaus mit einer speziellen, symbolischen Aktion.
Mittels einer Plastikpalme und einer symbolischen Briefkastenfirma bastelten wir unser eigenes Steuerparadies. Zudem verteilten wir Banknoten im Wert von einer Milliarde Franken, der Milliarde, die an diesem Tag tatsächlich an die Grossaktionäre unseres Landes verschenkt wurde.
Verschiedene Rollen waren Teil des Spektakels: Die Bundesräte Merz und Blocher wurden von den grossen CEOs Ospel (UBS) und Brabeck (Nestlé) an die Leine genommen. Calmy-Rey empfing ganz herzlich Johnny Hallyday und bot ihm gleich einige Millionen Steuerersparnisse als Willkommensgeschenk an. Nebenan tummelten sich BauarbeiterInnen und KonsumentInnen, denen mittels einer Schnur ihr letztes Geld aus der Tasche gezogen wurde.
Die Aktion stiess bei einigen ParlamentarierInnen auf Interesse. Leider folgte die Presse unserem Aufruf nicht und hielt sich von der Aktion, die am frühen Morgen erfolgte, mehrheitlich fern.
Die Pressemitteilung ist zu finden unter http://www.schweiz.attac.org/Pressemitteilung-Symbolische. Bilder der Aktion unter http://rudy.ameg.ch/attac/
Anbei finden sie den Kommentar eines scheinbar zufälligen Passanten...
Heute Morgen, dem 6. Februar 2007, war ich als Observierender Hoher Menschheitskommissar in Eigener Sache zufälligerweise unerkannt bei dem denkwürdigen und berückenden Schauspiel eines Häufleins streitbarer und bürgersinniger Zeitgenossen zugegen, das sich auf dem Bundesplatz der Eidgenössischen Foederation zu Bern in folgender satyrisch-gewitzter Manier offenbarte: Ein Palmenhain, eine regelrechte Oase, war da inmitten der gestrengen bundesberner Architektur dem Bundesplatz und der Eidgenossenschaft erwachsen und eine bis in die verblüffensten Details dem französischen Tonperformanz-Künstler Johnny Halliday ähnelnde Bürgerin schwang sich einem Äfflein gleich in der holdesten und glückseligsten Stimmung durch die Palmen, eine schmissige Melodie auf den Lippen. Es war ein ergetzliches Spektakel, und in Bälde wurde dem aufmerksamen Beobachter und ebenso den eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern, die, ein höchstes Mass an Interesse bekundend, zu Scharen aus dem Bundeshaus geströmt kamen, auch offenbar, worauf die Glückseligkeit des Tonperformanz-Künstlers beruhte: Da stand nämlich das höchste Gremium des kleinen Staates im Herzen Europas – der Bundesrat mit seinen Vertreterinnen und Vertretern, dem wackeren Christoph, dem anmutigen Fräulein Micheline, dem hochstirnigen Rudolph usw. – und fütterte das Äfflein emsig. Aber nicht etwa mit Bananen – nein! – mit Milliarden! – eigens für den Musik-Virtuosen gedruckten Milliarden-Noten der eidgenössischen Landeseinheitswährung Schweizer Franken! In grosser Zahl wurden sie dem Äfflein dargeboten zu dem einzigen selbstlosen Zwecke, dass dieses sich wohl fühlen und möglichst lange verweilen möge im Palmenwäldchen. Und es hiess: Johnny sei keineswegs allein, ein ganzes Rudel an Äfflein halte man sich da und sei bestens umsorgt, verpflegt und verköstigt! Wahrlich, schön war es für mich, den amtierenden Observierenden Hohen Menschheitskommissar, zu beobachten, zu welch rührenden Auswüchsen sich der Artenschutz in der Eidgenossenschaft verstiegen hat.
gez. hochachtungsvoll Freiherr Achatz von T.
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