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Für den 17. und 18. Oktober rufen wir zu einer großen Mobilisierung nach Paris auf, mit der wir für einen anderen Umgang mit dem Thema der Immigration und für andere politische Beziehungen zwischen der Europäischen Union, Afrika und den übrigen Teilen der Welt eintreten wollen. Wir werden die zweite regierungsunabhängige Konferenz zwischen Europa und Afrika, einen großen Protestzug und ein spektakuläres Konzert organisieren.
AUFRUF ZUR MOBILISIERUNG FÜR EINEN REGIERUNGSUNABHÄNGIGEN MIGRATIONSGIPFEL
Frankreich hat das Thema Migration zur einer seiner Prioritäten während der französischen EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 2008 gemacht.
Am 13. und 14. Oktober trifft sich der Ministerrat der EU in Paris, um einen "Europäischen Pakt über Einwanderung und Asyl" zu verabschieden. Außerdem wird, nach einer ersten Konferenz 2006 in Rabat, am 20. und 21. Oktober diesen Jahres in Paris die zweite interministerielle euro-afrikanische Konferenz zu Migration und Entwicklung stattfinden.
Frankreich will seinen europäischen Partnern Verträge vorschlagen zum "konzertierten Management der Migrationsströme und zur gemeinsamen Entwicklung", als Modell für Verhandlungen, in denen auf der einen Seite Frankreich Werbung macht für eine "immigration choisie" (ausgewählte oder selektive Einwanderung) und auf der anderen Seite von den Ländern des Südens fordert, ihre Staatsangehörigen und diejenigen aus Drittländern, die ihr Territorium durchquert haben, zurück zu nehmen.
Wir sind besorgt über den wesentlich von sicherheitspolitischen Prinzipien bestimmten Umgang mit Migrationsströmen, der den Tod Tausender von Menschen in Kauf nimmt, und über die Umsetzung ökonomischer Entscheidungen, die den afrikanischen Kontinent auch in Zukunft jeglicher Entwicklungsmöglichkeiten berauben werden, und haben deshalb entschieden, eine europäische Mobilisierung zu organisieren, um die Stimmen der europäischen und afrikanischen Zivilgesellschaften zu Gehör zu bringen.
Es ist höchste Zeit, dass die Frage von Migration und Entwicklung wirklich unter dem Blickwinkel gegenseitiger Interessen gedacht wird: denen der Herkunftsländer, der Transitländer, der Aufnahmeländer und vor allem der MigrantInnen selbst.
Europa verwandelt sich in eine geschlossene Festung und benutzt unverhältnismäßige Mittel, um den Zugang zu seinem Territorium zu verhindern und Papierlose abzuschieben. Wir lehnen die Systematisierung der Auffanglager und die kompromisslose Abschiebepraxis ab.
Wir sehen uns in der Kontinuität der ersten regierungsunabhängigen Konferenz zwischen Europa und Afrika zum Thema "Migration, Bewegungsfreiheit und Grundrechte“:
| Für den 17. und 18. Oktober rufen wir zu einer großen Mobilisierung nach Paris auf, mit der wir für einen anderen Umgang mit dem Thema der Immigration und für andere politische Beziehungen zwischen der Europäischen Union, Afrika und den übrigen Teilen der Welt eintreten wollen. Wir werden die zweite regierungsunabhängige Konferenz zwischen Europa und Afrika, einen großen Protestzug und ein spektakuläres Konzert organisieren. |
Kontakt : sommet.citoyen.migrations@gmail.com
Unterzeichnerorganisationen : ACCUEIL PAYSAN, ACORT (Assemblée Citoyenne des Originaires de Turquie), ADESCAM Maroc (Association de Sensibilisation et de développement des Camerounais migrants au Maghreb), AFVMC Cameroun (Aide aux Familles et Victimes des Migrations Clandestines), AIPDRDA (Association Interafricaine pour la Promotion et la Défense des Droits des Réfugiés et Demandeurs d’Asile), AMDH Mauritanie (Association Mauritanienne des Droits de l’Homme), ANAFE (Association Nationale d’Assistance aux Frontières pour les Etrangers), ARSF (Association des Réfugiés Sans Frontières), ATMF (Association des Travailleurs Maghrébins de France), ATTAC France (Association pour la Taxation des Transactions financières pour l’Aide aux Citoyennes et citoyens), ATTAC Maroc (Association pour la Taxation des Transactions financières pour l’Aide aux Citoyennes et citoyens), AUTRE MONDE, CEDETIM, CFDT (Confédération Française Démocratique du Travail), CIEMI (Centre d’Information et d’Etudes sur les Migrations), CIMADE, CNCD (Centre National de Coopération et Développement), Collectif « Immigration Fonction publique" – CGT (Confédération Générale du Travail), CONFEDERATION PAYSANNE, CRID (Centre de Recherche et d’Information pour le Développement, DROITS DEVANT !!, EMDH (Enfants du Monde-Droits de l’Homme), EMMAUS EUROPE, EMMAUS INTERNATIONAL, FAL (France Amérique Latine), FASTI (Fédération des Associations de Solidarité avec les Travailleurs Immigrés), Fluechtlingsrat Hamburg (Conseil de réfugiés Hambourg), FTCR (Fédération des Tunisien-ne-s pour une Citoyenneté des deux Rives), FEMMES SOLIDAIRES, FSU (Fédération Syndicale Unitaire), GREF (Groupement des Retraités Educateurs sans frontière), IDD (Immigration Développement Démocratie), IPAM (Initiatives Pour un Autre Monde), LDH (Ligue des Droits de l’Homme), MRAP (Mouvement contre le Racisme et pour l’Amitié entre les Peuples), OBSERV.I.X (Observatoire de l’Institutionnalisation de la Xénophobie), PEUPLES SOLIDAIRES, RACORT (Rassemblement des Associations Citoyennes des Originaires de Turquie), REMDH (Réseau Euro-Méditérranéen pour les Droits de l’Homme), RESF (Réseau Education Sans Frontières), RSF MAROC (Réfugiés Sans Frontières), SECOURS CATHOLIQUE, SURVIE, TERRE DES HOMMES France, UCIJ (Uni-e-s Contre une Immigration Jetable), UNION SYNDICALE SOLIDAIRES
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